Das Finale – Winterlaufserie #3

Die Wetter-App sagte Frühling voraus. Und so war es auch. Schon beim Aufstehen lachte die Sonne vom Himmel. Das versprach einen fantastischen Abschluss der Laufserie zu geben, wobei in diesem Jahr das Wort „Winter“ fehl am Platze war. Bereits zu Beginn im Januar war es verhältnismäßig warm. Nach den Jahren zuvor mit viel Regen, genoß ich alle Läufe.

Gegen mittag war dann wie üblich zunächst packen angesagt.

Habe ich alles?

Zwar nicht so ausrüstungsintensiv wie ein Triathlon, aber ein paar Sachen müssen schon rein in den Rucksack, wie z.B. das Chipband, die Startnummer, Getränke, ein paar Gels, eine warme Jacke für danach, ein Handtuch, Sonnenbrille und natürlich der Gutschein für das T-Shirt. Mit dem orangenen Look kann ich mich allerdings in diesem Jahr nicht wirklich anfreunden.

Mit dabei natürlich auch meine neuen Kinvara 8 von Saucony. Ein tolles Modell und wie ich finde noch besser als die 7ner Version, weil die Innenseite noch verstärkt wurde. Da ich echt stark nach innen proniere, kommt mir dieses Update super entgegen. Vielleicht schreibe ich demnächst mal einen Vergleichstestbericht.

Auf dem Parkplatz habe ich direkt Arbeits- und Vereinskollegen getroffen sowie natürlich meinen besten und ebenfalls Laufverrückten Freund Sven. Die Stimmung war prächtig und so ging es gemeinsam mit Jan Fitschen auf die Laufstrecke. Wie immer habe ich mich irgendwo unter die ersten 100 bis 200 Läufer eingereiht, das Feld zog sich vom Start weg gut auseinander und ich hatte viel Platz und musste so gut wie nie überholen. Die Pace stimmte, die Beine fühlten sich gut an. So kann es bleiben. Blieb es aber nicht… Bis Kilometer 10 fühlte ich mich gut. Als es aus dem Wald dann auf den Rundkurs um die Regattabahn ging, der Wind böig auffrischte und ca. die Hälfte geschafft war, grummelte der Magen.

Habe ich zuviel Weissbrot gegessen?

Eine kleine Blase kündigte sich am großen Zeh an, weil die Socken glaube ich zu eng waren. Kurzum, der Kopf begann Gründe zu suchen, wieso es nicht mehr so recht klappte. Ich fühlte mich nicht gut. Nun bloß die Pace nicht allzu stark abfallen lassen. An der zweiten Getränkestation schüttete ich mir einen Becher Wasser über den Kopf. Nachdem zwischenzeitlich die Pace um 30 Sekunden abgesackt war, kam die Erfrischung gerade recht. Zwischen Kilometer 14 und 16 lief es wieder rund. Danach war es ein harter Kampf. Als endlich das 19-Kilometer Schild auftauchte, konnte der Kopf sich durchsetzen. Nur noch zwei Kilometer, jetzt nochmal alles geben! Das klappte, ich sammelte noch ein paar Läufer ein und freute mich auf den Zieleinlauf. Endspurt, Finisherfoto und ein alkoholfreies Weizen!

Das war die Winterlaufserie 2017. Ich bin sehr froh, das die Probleme mit der Achillessehen anscheinend gelöst sind. Viel Stabilisationstraining und den neuen Einlagen sei Dank. Am Ende konnte ich meine Zeit aus dem letzten Jahr um drei Minuten verbessern. Auf dem Weg zum BMW Berlin-Marathon im September steht in vier Wochen als nächstes der 41. Flürener Halbmarathon in Wesel auf dem Terminplan.

 

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