Die „Mitteldistanz“ – Winterlaufserie Teil #2

Letztes Wochenende ging es zur zweiten Distanz nach Duisburg zur Winterlaufserie des ASV. 15 Kilometer sind irgendwie nicht Fisch noch Fleisch. Zumindest ich kann die 15 nicht so schnell laufen wie die 10, aber doch schneller als einen Halbmarathon. Gar nicht so einfach, da das richtige Pacing zu finden. Also habe ich mir gedacht:

Hauptsache schneller als im letzten Jahr

Vor dem Start habe ich noch ein Vereinsmitglied getroffen und wir haben festgestellt, dass wir ähnlich schnell laufen. Daher war der Plan solange wie möglich uns gegenseitig zu pushen. Das Wetter war fantastisch, schon fast frühlingshafte 14 Grad zauberten ein Lächeln auf die meisten Läufergesichter. Pünktlich um 15 Uhr fiel der Startschuss und über 2.000 Läufer starteten ihre Uhren. Die Piepgeräusche sind irgendwie lustig. Mich selber nervt das Gepiepe und ich habe es ausgestellt. Aber zumindest verpasst man so keine Kilometermarkierung.

Wie immer war das Lauftempo auf dem ersten Kilometer doch zu schnell. Bei hunderten von GPS Uhren braucht es immer ein wenig, bis die Anzeige sich genau eingependelt hat. Angedacht war, dass ich den ersten Kilometer in 4:30 laufe, zum warm werden. Dann vibrierte die Uhr jedoch mit einer 4:20er Zeit. Naja, wird schon irgendwie passen. Die nächsten Kilometer pendelte ich mich immer um die 4:25 ein, mit dem festen Vorsatz, in der zweiten Rennhälfte noch ein wenig mehr draufzupacken. Als es ab ca. Kilometer fünf in den Wald ging, verbrauchte ich jedoch einige Körner, um auf den schmalen Waldwegen mal links, mal rechts zu überholen, um weiterhin mein eigenes Tempo zu laufen. Irgendwo zwischen den Bäumen muss ich dann auch meinen Vereinskollegen verloren haben. Nachher erzählte er mir, dass er plötzlich Seitenstiche bekommen hat und einen Kilometer regenerierte. Kilometer acht kurz nach der Verpflegungsstelle fühlte sich richtig gut an und flog mit 4:12 nur so vorbei.

Stück für Stück sammelte ich einige Läufer ein und war vor allem meine zwischenzeitlich arg laut schnaufende Begleitung los, die mich irgendwie aus dem Takt brachte. Mit dem Stadion vor Augen gab ich nochmal richtig Gas. Auf der Tartanbahn liefen sich die letzten 300 Meter wie von selbst. Noch einmal schnell Lächeln für das Zielfoto und schon war sie da, die neue Bestzeit auf 15 Kilometern: 1:05:43

Übernächstes Wochenende kommt dann die erste richtige Prüfung für dieses Jahr, der Halbmarathon. Bis dahin muss ich noch ein paar Kilometer sammeln. Denn die 15 Kilometer waren in diesem Jahr meine längste Laufstrecke.

 

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